gut werden und gluͤcklich machen iſt
beſeligender, als es ſelbſt ſeyn. Iſt
dir aber nicht auf vielfache Weiſe ſchon ver⸗
goͤnnt worden zu begluͤcken? Du haſt ei⸗ ne Seele und ein Leben gerettet!
Schon eurer reich begabten Kindlichkeit war die wunderbare Kraft gegeben, einen Schwer⸗
muͤthigen zu heilen und ihn und ſeiner Mut⸗ ter Freuden wieder zu ſchenken, die ſie begra⸗
ben zu haben glaubte, du warſt der Troſt, die
Stuͤtze der guten Mutter bis zu ihren letzten
Augenblicken, haſt mit dem ſchwerſten Opfer
deines Herzens ihre und ihres Sohnes Wuͤn⸗ ſche und ſein vermeintliches Gluͤck zu erfuͤllen
geſtrebt, das zweite Opfer nicht geſcheut es
zu begruͤnden und befindeſt dich durch dieß Verhaͤngniß abermals in Verhaͤltniſſen, wo ein ſegenbringender Wirkungskreis dich umgiebt. — Wohl, meine Tochter, muß dich dies Bewußtſeyn mit Freudigkeit erfullen und mit Dank gegen die hoͤchſte Guͤte, die deinem jungen Leben ſo reiche Kraͤnze ſchon erwerben ließ. — Und glaubſt du nicht, daß der hoͤch⸗ ſte Zweck deines Lebens, gut und immer voll⸗


