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Waͤrme ihres Gemuͤths gegeben, ihm eine deutliche Ueberſicht aller ihrer Freuden, Leiden und Schmerzen verſchaffen. Ihr ſehet, mein Vater, ſchließt Anna klagend ihre Erzählung,
wie wenig die Weiſſagung der Roſe von Je⸗
richo an uns in Erfuͤllung gegangen iſt, ihre Weihe hat nach kurzer Freude der armen Babet den Tod und mir, mit einem ſchein⸗ baren Gluͤck, nur bittre Schmerzen, herbes Leid gebracht! .
Der Greis hat mit der regſten Theilnah⸗ me zugehoͤrt, tief bewegt und ſinnend ſieht er vor ſich nieder, und als Anna geendet, beginnt er mit mildem Ton: die erſten Begegniſſe Eures Lebens ſind mir zufaͤllig durch einen Reiſenden, der in deinem Thale geweilt hatte, ſchon fruͤher bekannt worden: du haſt viel ſchon in deinem kurzen Leben erfahren, meine Toch⸗ ter, und ich beklage, daß du ſo fruh ſchon den Kelch bittrer Leiden koſten mußteſt — aber dennoch ſehe ich die ſegnende Weihe der Roſe von Jericho in einem hohen Sinn an euch er⸗ füllt. — Wiſſe, mein Kind, nicht gluͤcklich ſeyn iſt der Zweck des Lebens, aber


