Teil eines Werkes 
[1] (1833)
Entstehung
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Auge begegnete dem ihrigen, denn auch der Pfarrer hatte indeß eine andete Stelle bekom⸗ men, und nur fremde, kalte Geſichter ſah ſie in den Raͤumen, in denen ſie ſonſt mit dem frohſten Herzen weilte. Alle Bilder der gluck⸗ lichen Vergangenheit erwachten mit Lebendigkeit in dieſen Umgebungen, ſie erinnerte ſich des merkwuͤrdigen Tages, da durch den Beſuch des Wandrers das geheimnißvolle Leben der Roſe von Jericho ſich vor ihnen erſchloß, mit bitterm Weh ſtellte ſich Anna die kindlich frohen Hoff⸗ nungen dieſer Beit zu den Taͤuſchungen, die ſie in der Wirklichkeit erfahren, und ihre Augen füͤll⸗ ten ſich mit heißen Thraͤnen! Ach! tief ſie klagend aus, iſt das deine Weihe zu Gluͤck und Se⸗ gen, Roſe von Jericho! erfullſt du ſo die Hoff⸗ nungen, die das glaͤubige Herz der guten Groß⸗ mutter auf dich baute, die ſuͤßen Traͤume, die ich bei dir niedergelegt? Um wie viel glůͤck⸗ licher koͤnnte ich ſeyn, haͤtte deine ſcheinbare Gunſt mich nimmer den hoͤhern Weg gefuͤhrt! Ein Loos wie Margarethens wuͤrde mich jetzt begluͤcken, vollkommen befriedigen, dachte ſie klagend im Innern weiter und die trubſten 24