Teil eines Werkes 
[1] (1833)
Entstehung
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koͤnnen, das Verſchwinden ſey ihr ſelbſt un⸗ begreiflich; aber die Kammerfrau, die beim Einpacken geholfen, habe verſichert, daß ſie es ſchon ſeit einiger Zeit nicht mehr an dem gewoͤhnlichen Platze geſehen und deshalb ge⸗ glaubt, das Fraͤulein haͤtte es mitgenommen.

Dieſer Verluſt machte auf Anna den traurigſten Eindruck. Den Werth abgerechnet, den die Roſe von Jericho als das Vermaͤcht⸗ niß der geliebten Großmutter, als ein ſuͤßes Andenken von Seebach fuͤr ſie hatte, erblickte ſie in dem Verſchwinden ihres Talismans die truͤbſte Vorbedeutung fuͤr ihre Zukunft; es ſchien ihr mit ihm ihr letztes Gut, der einzige noch uͤbrige Schutzgeiſt ihres Lebens von ihr gewichen zu ſeyn, und ſie uͤberließ ſich den ſchmerzlichſten Betrachtungen. Er⸗ fuͤllt von ihnen lenkte ſie eines Tages ihren Spaziergang mit den Kindern in das kleine Thal ihrer gluͤcklichen Kindheit. Sie hatte noch nicht uͤber ſich gewinnen koͤnnen, es wieder zu betreten und mit welchen Empfin⸗ dungen betrat ſie es jetzt! Kein freundlicher Empfang erfreute ſie mehr, kein liebendes