Teil eines Werkes 
[1] (1833)
Entstehung
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mand ihre Seele, wie ſie verſtunden zu wer⸗ den ſich ſehnte. Die Art ihrer Bildung war zu verſchieden von der ihrer Geſchwiſter, als daß ein wohlthuender Zuſammenklang haͤtte Statt finden koͤnnen. Anna war an dem Austauſch der Ideen, an die Genuͤſſe der Kunſt, an Unterhaltung uͤber die hoͤhern In⸗ treſſen des Lebens gewöhnt, und dieſer nur rein praktiſche Sinn, der ſtets das Nothwen⸗ dige, das Wirthſchaftliche, das taͤgliche Be⸗ duͤrfen nur umfaßte, bildete oft einen ſchnei⸗ denden Contraſt mit der Stimmung ihrer Seele, die den Troſt, deſſen ſie bedurſte, nur in den hoͤhern Regionen finden konnte, die jenem Sinne fremd war. Zur Ver⸗ mehrung ihrer Schmerzen hatte ſie bei der

Ankunft ihrer nachgeſendeten Sachen ihren

theuern Schatz, das Kaͤſtchen mit der Roſe von Jericho, vermißt, was ſie in einer ruhigen

Verfaſſung wohl ſelbſt mitgenommen haben wuͤrde, in jenem Tumult des verſchiedenartig⸗ ſten Weh aber vergeſſen hatte. Madame Lenz meldete ihr, daß ſie es auch mit der ſorgfäͤltigſten Durchſuchung nicht habe finden