Teil eines Werkes 
[1] (1833)
Entstehung
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ſie den Voͤrhang ſinken und eilt betaͤubt auf

ihr Zimmer. Ein Weh, ſo ſchneidend wie ſie es ſelbſt bei Seebachs letztem Lebewohl nicht emfunden, zerriß ihr Herz. — Darum mußte ich das Opfer meiner Liebe bringen, darum die ſchwerſten Kaͤmpfe beſtehen, um ihn durch das Geſchenk meines Herzens ungluck⸗

lich zu ſehen! ruft ſie bitter klagend aus —

ach! es iſt zu viel fuͤr das arme gepruͤfte Herz, ſie kann dieſe Laſt nicht allein tragen und eilt zur treuen Freundin Lenz, an ihrer Bruſt ſich

auszuweinen. Die gute Lenz erfaͤhrt leider

nichts Neues, ihre ſchaͤrfere Beobachtung, einige Nachforſchungen haben dieſe Befurchtun⸗ gen ſchon lange beſtatigt, und lange ſchon lei⸗ det ſie im Stillen mit der armen Anna und kaͤmpft mit ſich, was ſie thun, was ſie laſſen ſoll. Anna will alles wiſſen, ſie verſichert,

daß ſie auf alles gefaßt ſey und hort denn,

was Madame Lenz durch eine Freundin, die als Geſellſchafterin einer Dame mit dieſer ſich in Rom aufhaͤlt, erfahren hat: daß Alfted die Bekanntſchaft der ſchoͤnen Roͤmerin bei ſeinem letzten Aufenthalte dort gemacht, täglich im

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