will beſonders auch einige vorzugliche Gemaͤlde, ſeine Lieblingskinder, bekränzen. Dieſe waren aber wegen des Staubes mit einem großen
Vorhang bedeckt, und als ſie dieſen abnimmt, erblickt ſie unter den ihr wohlbekannten Bil⸗ dern, auch eines, was noch beſonders verſchleiert und mit einem Kranz behangen iſt. Sie ent⸗ huͤllt es und erblickt die Geſtalt einer wunder⸗ ſchönen Romerin, in deren ſchönen Augen alles Feuer der ſuͤdlichen Natur mit dem ſeltenſten Liebreiz vereint iſt! — Eine bange Ahnung zuckt durch ihr Herz, ſie faßt das Bild naͤher ins Auge und bemerkt jetzt am Rande von Alfreds Hand die Worte geſchrieben:
Sind wir geſchieden fuͤr des Lebens kurzen Traum, ewig theuer bleibſt du meinem Herzen! Einſt, in jenes Himmels ſternbeſä'tem Raum tauſchen Wonne wir fuͤr Trennungs⸗ ſchmerzen!
Konnte ſie noch zweifeln, daß dieſes Bild, dieſe ſchoͤne Roͤmerin, der Gegenſtand ſeiner Leiden, ſeines Truͤbſinns iſt? — Erſtarrt lͤßt


