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dann aber blieben plötzlich alle Briefe aus, und Wochen vergingen, in denen wir vergeblich von Tag zu Tag mit einer ſich bis zur Ver⸗ zweiflung ſteigernden Angſt auf Kunde von ihm warteten, und alle Moͤglichkeiten erſchoͤpf⸗ ten, um uns das Außenbleiben ſeiner Briefe zu erklären. Meine Mutter wurde krank und dieß allein hielt ſie ab, ihm zu folgen.
Eines Tages, wo ich eben alles aufbot, meines Grames Herr zu werden, um ſie zu troͤſten und zu beruhigen, ſahen wir einen Wagen die Allee, die nach unſter Villa fuhrte, herunterfahren, und wer beſchreibt unſer Ent⸗ zucken, als wir im Näherkommen den Reiſe⸗ wagen meines Vaters erkannten! Meine Mut⸗ ter wollte ihm entgegeneilen, doch zu heftig bewegt, ſank ſie kraftlos in meine Arme und nur ihr Herz — nur ihre Blicke flogen dem Geliebten entgegen.
Welch ein Augenblick, als ſtatt ſeiner, Riezi zu uns eintrat! Ehe er noch redete, hatte meine Mutter unſer Ungluͤck ſchon errathen, ſeine erſten Worte beſtaͤtigten es, mein Vater war nicht mehr!


