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bei ihr. „Ach,“ ſagte ſie zu mir, indem ſie mir die Hand entgegenreichte, „wie ſehr habe
ich gefuͤrchtet, noch vor Ihrer Wiederkehr zu
ſterben!“ Sie ſank von der Bewegung, mit der ſie dieſe Worte ausſprach, erſchoͤpft, mit geſchloſſenen Augen auf ihr Kiſſen zuruͤck; ich drang in den Arzt ihr noch etwas zu ver⸗ ſchreiben.
„Hier vermag keine Arzney mehr etwas,“ antwortete er mir kopfſchuͤttelnd, „ſie wird den morgenden Abend nicht mehr erleben.“
„Gewiß?“ fragte ſie freudig, indem ſie ſich plotzlich aufrichtete, „iſt meine Erloͤſungs⸗ ſtunde mir ſo nahe? Gott ſegne Sie, mein Herr, fuͤr dieſe troſtvolle Verheißung. Laſſen Sie mich Ihnen noch einmal fuͤr Ihre men⸗ ſchenfreundliche Theilnahme, und fuͤr alle Ihre Bemuͤhungen danken. Sie haben mir dadurch die letzten Tage meines Lebens verſuͤßt. Moͤge es Ihnen in der truͤbſten Stunde des Ih⸗ rigen nie an Troſt und an dem Segen goͤtt⸗ licher Liebe und goͤttlichen Erbarmens fehlen.“
Er verließ ſie mit naſſen Augen und ich blieb die Nacht allein bei ihr. Sie bat mich,


