Teil eines Werkes 
[1] (1833)
Entstehung
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werben, wenn ſie ihr Vertrauen zu gewinnen und von ihr zu erfahren ſuchten, ob ſie nicht noch Jemand von ihren Freunden zu ſehen, oder fuͤr den Fall ihres Todes irgend eine Verfuͤgung zu treffen wuͤnſcht.

Der Ausſpruch des Arztes betrubte mich, als gehoͤre die Unbekannte meinem Herzen ſchon ſeit Jahren in Liebe an. Nie ſah ich aber auch eine vollendetere Schoͤnheit; die Krankheit hatte ihr den Reiz bluͤhender Ju⸗

gend geraubt, doch nie ſah ich regelmaͤßigere

Zuͤge, nie mehr Ausdruck des reinſten Seelen⸗ adels und einer rührenden, durchaus unwider⸗ ſtehlichen Anmuth. Ihre dunkelblauen, von langen ſchwarzen Wimpern beſchatteten Au⸗ gen ſtrahlten von himmliſchem Glanz und der

Blick derſelben mußte ihr alle Herzen gewin⸗

nen. Sie dankte mir, als ich zu ihr zuruͤck⸗ kehrte, ſo holdſelig fuͤr meinen Beiſtand, daß ich fuͤhlte, meine Naͤhe thue ihr wohl, und von dieſer Stunde an wurde es mein ange⸗ legentlichſtes Geſchaͤft, ſie zu pflegen und alles aufzubieten, um ſie zu erheitern und ſie dem Leben zu erhalten. Ich gab mich der Taͤu⸗