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Menſchen angreifendes Leben nicht zu geben ver⸗ mochte. — Jetzt erſchienſt Du, und ich kann nicht läugnen, daß ich im Anfange einige Mal die Ver⸗ ſuchung empfand, mich vor Dir ein Bißchen mit mei⸗ nem Geiſte aufzuputzen, da es mir nicht entging, daß Du die geiſtige Bildung der Frauen eben ſo uͤber⸗ ſchaͤtzteſt, als Paulmann ſie in Deinem Sinne zu tief herabwuͤrdigte. Allein bald führte mich die Un⸗ befangenheit, mit der Du Dich mir naheteſt, weil Du in mir nur ein gutes, heiteres, fleißiges Ge⸗ ſchoͤpf ſaheſt, von dieſer Verſuchung zuruͤck. Dieſe Att der Annäherung war mir fremd und ſie that mir unendlich wohl. In meiner Vaterſtadt hatte ich nie Gelegenheit gehabt, mit jungen Maͤnnern umzugehen; bei Hofe trat ich ſchon mit meiner Schriftſtellerei geputzt auf; die Auszeichnung, die man mir erwies, galt vorzugsweiſe immer mehr der Dichterin als dem Maͤdchen, und meine Eitelkeit empfing viele Huldigungen, waͤhrend mein Herz un⸗ beachtet und unbefriedigt blieb. Von Dir fuͤhlte ich mich nun zum erſten Mal, entkleidet von allem Geiſtesſchimmer, in der Liebenswuͤrdigkeit meines Maädchenweſens anerkannt, und das machte mich zu gluͤckich, als daß ich mich noch verſucht fuͤhlen konnte, unſer Verhaͤltniß durch einen mir werthloſen


