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hatten, lernte ſie kennen, liebte ſie, und warb um ihre Hand. Er fuͤhlte, welch ein Opfer ſie ihm bringe, wenn ſie ihr Vatetland verlaſſe, und uͤber⸗ zeugt, daß wir Frauen in den Jugenderinnerun⸗ gen die zarteſten Herzensbluͤthen bewahren, ſchlug er ihr vor, eine ihrer Jugendfreundinnen zu bere⸗ den, ſie nach Norwegen zu begleiten, damit dieſe durch ihre Nahe jene friſchbluͤhend erhalte. Marie liebte nur mich; ſie hatte mit Paulmann oft von mir geredet; da ſie aber ſein bis zur Abneigung ge⸗ hendes Vorurtheil gegen ſchriftſtelleriſche Frauen kannte, die er ſich ohne Ausnahme als verſchroben und uͤberbildet dachte, ſo hatte ſie nie den Muth gehabt, ihm zu ſagen, daß ihre Dorothea mit der Schriftſtellerin Sidonia Eine und Dieſelbe ſei. Der Brief, in welchem ſie mir ihre Verlobung und Paul⸗ mann's Wunſch, daß ich ſie begleiten ſolle, um als ihre Schweſter in ſeinem Hauſe zu leben, bekannt machte, galt mir fuͤr einen Wink des Himmels. Ich erbat von der Herzogin meine Entlaſſung und eilte zu ihr und dann mit ihr und ihrem Gatten hierher, wo ich Tage des reinſten Herzensfriedens gelebt habe, von denen ich dankbar erkenne, daß ich ihnen eine Kräftigung des innern Lebens verdanke, wie ſie mir mein voriges, den eigentlichen Kern im


