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Triumph der Eitelkeit anders zu geſtalten. Ur⸗ theile nun aber uͤber den Eindruck, den das Ge⸗ ſtaͤndniß Deiner Liebe zu Sidonien auf mich machte. Schon damals, mein Freund, beſaß indeſſen Doro⸗ thea und nicht Sidonie Dein Herz, was Dich an dieſe band, war nur Trug der Phantaſie. O wie danke ich der Vorſehung jetzt dafuͤr, daß ſie mich Dir als Dorothea entgegen gefuͤhrt hat! Glaube mir, als Sidonie hätteſt Du mich nie wahrhaft lieb ge⸗ wonnen, Du hätteſt in ihr vorzugsweiſe die Dichte⸗ rin aufgeſucht, und das iſt eben das Ungluͤck, den Schriftſtellerinnen und Fuͤnſtlerinnen in ihrem Ver⸗ hältniſſe zur Außenwelt ſelten zu entgehen vermoͤgen, daß man im Umgange mit ihnen vorzugsweiſe ihren Geiſt in Anſpruch nimmt, und daß die Bande, die geiſtiges Wohlgefallen und der Zauber der Phan⸗ taſie knuͤpfen, das Herz nicht daurend beglucken können, ja, daß dieſes oft kalt bleibt, wo die Phantaſie gluht. Ich glaubte nur der Stimme der Pflicht zu folgen, als ich nach Norwegen ging, um fuͤr Glanz und Beruͤhmtheit den ſtillen Frieden frommen Fleißes und treuer Freundſchaft einzu⸗ tauſchen, und ſieh, es war der Pfad, auf dem die Vorſehung mich meinem Gluͤcke entgegen lei⸗ tete.“ —
Hier ſank Dorothea an meine Bruſt, und wel⸗ ches Zuſatzes bedürfte es noch, Dir zu ſchildern, wie gluͤcklich ich bin?


