Teil eines Werkes 
12. Band (1830)
Entstehung
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Freude an haͤuslicher Thätigkeit, an Fleiß und Hand⸗ arbeit, an ſtiller Einſamkeit verlor ſich allmaͤhlig, und mit ihr die Friſche der geiſtigen und körperlichen Geſundheit. Ein hochgeiſtiges Leben iſt fuͤr uns Frauen immer ein kraͤnkelndes, und meine eigene Erfahrung, ſo wie die Beobachtungen, die ich zu machen Gelegenheit gehabt habe, haben mich uͤberzeugt, daß das Leben einer Schriftſtellerin oder Kuͤnſtlerin faſt ohne Ausnahme zu einem unnatuͤrlichen wird. Vor der Göttlichkeit des echten Dichterberufes muß freilich die Anforderung jedes irdiſchen Verhaͤltniſſes verſchwinden; allein die Natur macht oft in einem Jahrtauſend nur eine Ausnahme im weiblichen Ge⸗ ſchlecht, und dieſe mag dann freilich, wie es z. B. bei der Frau v. Stasl der Fall war, als Ausnahme gelten. Der Mann varf die Liebe, er darf Gatten⸗ und Vaterfreude, den Frieden ſchoöͤner Haͤuslichkeit der Kunſt opfern, und doch wird das Verhältniß, welches ihm dieſe Opfer als nothwendig abfordert, immer nur ein ſeltenes und ungewoͤhnliches ſein; allein den Frauen gibt die Natur hoͤchſtens leichte Tanlente, doch nie jene ſolbſtſchpferiſche Geniuskraft, die dieſe zur genialiſchen Einheit verbindet, und da⸗ mit iſt auch dem verkuͤnſtelten Kuͤnſtlerleben, dem jetzt ſo viele Frauen nachſtreben, das Urtheil geſpro⸗