Teil eines Werkes 
12. Band (1830)
Entstehung
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nun an mein Herz zog und dieſe Thraͤne ihrem Auge entkuͤſſend, ſie vor der Sonne, dem Auge des allſehenden Gottes, fragte, ob ſie mein ſein wolle fuͤr Zeit und Ewigkeit, und wie ſie nun, das Haupt an mein Herz legend, in Thränen ausbrach, ſo ſchoͤn, daß Engel ſie weinen koͤnnten, und die Hand gen Himmel emporhebend, fliſterte:hier und dort! o Ferdinand, da verſtummte Dein Freund vor Se⸗ ligkeit und nur ſeine Thraͤne war ſein Geluͤbde und ſein Gebet. Frage mich nicht, wie vieler Zeit ich bedurſte, ehe ich zum klaren Bewußtſein der Sicherheit meines luͤckes kam; Dorothea an meinem Herzen und in meinen Armen, gab es fuͤr mich kein irdiſches Zeitmaß mehr. Sie aber richtete ſich aus dieſer Umarmung auf, und mich ſuͤßlächelnd und errothend anblickend, nannte ſie mir fragend und zweifelnd Sidoniens Namen. Ich ſagte ihr nun, wie ich mir der Liebe zu dieſer ſchon lange als eines taͤuſchenden Jugend⸗ traumes bewußt geworden ſei, und wie ich in ihr nun in vollſter Wahrheit der Empfindung all das Herrliche und Beſeligende liebe, was mein Herz in ſeinen Liebesahnungen und in ſeiner Sehnſucht früͤ⸗ her in Sidonie zu finden gehofft habe; wie mir in ihr ein viel reineres Bild von Frauenhuld und Frauen⸗