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gefahren, um die Schoͤnheit der Nacht zu genießen. Die Sonne ſank jetzt und die Felſen, hinter denen ſie verſchwand, ergluͤhten purpurfarbig, waͤhrend der Mond ſein goldenes, taghelles Licht auf die Gegend goß. Unvergleichlich ſchoͤn, ein himmliſch leichtes Aethermeer iſt dieſer blaue Nachthimmel des Nord⸗ lands, und die Silberſtrahlen ſeiner Sterne wiegen uns in jene ſanfte Melancholie ein, die die Phan⸗ taſie befluͤgelt und die Seele erhebt. Eine ſolche, Frieden und Liebe athmende, alle Sinne bezaubernde Nacht hatte ich noch nie erlebt, und wie nun als Sonnenbote der erſte, friſche Morgenhauch durch ſie hin ſaͤuſelte, die hochſten Gipfel der Fichten ſich leiſe wie erwachend regten, und die Voͤgel, die in ihnen ſchlummerten, zu wecken ſchienen, da hob ſich mein uͤberſeliges Herz empor zu dem großen Urheber der Natur, der uns fuͤr dies fluͤchtige Leben den ver⸗ ganglichen Schmerz und die ewige Liebe gegeben hat. — Leichte ſilberne Duftwölkchen ſchwamimen vor dem Purpur des gluͤhenden Morgenrothes her; ich lauſchte der kommenden Sonne mit jedem Seelen⸗ ſinn entgegen und wagte, Dorotheens Hand druckend, kaum zu athmen; ſie kam endlich, und die ſchönſte Feier ihres Erſcheinens war die Thräne andachts⸗ voller Wonne in Dorotheens Auge, und wie ich ſie
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