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haben. Gott ſchenke mir die Erfuͤllung meiner Wuͤnſche. Ach, Bruder, wie unausſprechlich gluck⸗ lich wurde ich ſein, durfte — das herrliche wdon mein nennen!
Sechster Brief.
Wie wirſt Du, iſt mein letzter Brief in Deine Haͤnde gekommen, erſtaunen, wenn Du erfaͤhrſt, daß ich ſeit vorgeſtern mit Sidonien, dieſem Ideale meiner Ingendtraͤume, verlobt und unendlich glucklich bin. Sie war ja doch meine erſte Liebe, und da man in der zweiten Geliebten eigentlich immer nur die erſte fortliebt, ſo wirſt Du dieſen Dir gewiß unerwarteten Wandel meines Herzens in ſeiner Wahl Dir als Menſchenkenner leicht erklaͤren koͤnnen. Wer hätte ſich auch träumen laſſen, daß der Him⸗ mel mir in dieſen Felſenthalern die Hochgefeierte, die Dichterfurſtin unſerer Zeit, entgegenfuͤhren werde! Wenn ich das nicht als einen Wink des Schickſals, ihr Heiz und Leben zu weihen, zu ehren verſtanden hätte, ſo wäre ich gewiß nicht werth, daß mich das Schickſal eines ſolchen Winkes gewuͤrdigt haͤtte.
Doch Du wirſt wiſſen wollen, wie ſich das Alles begeben hat, und ſo erfahre denn die wunder⸗ ſame Geſchichte Deines gluͤcklichen Freundes.


