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wie ich aus ihnen den Geiſt, das Herz, die Welt⸗ und Lebensanſichten der Verfaſſerin kennen lernte und mir nun aus dieſen Sidoniens eignes Bild in allem Zauber meiner Jugendideale aufſtieg und ich es er⸗ kannte, wie ich ſie und nur ſie im Leben geſucht und geliebt habe, ſeit dem Augenblicke, wo ich mir zuerſt meines Herzens bewußt geworden ſei. Doro⸗ thea hoͤrte mir mit ſtillſinnender Theilnahme zu. — „Und Sidonie,“ fragte ſie endlich, „haben Sie ihr geſchrieben? Haben Sie Hoffnung, von ihr — zu werden, wie Sie lieben?“
„Sobald meine Geſchaͤfte hier beendigt ſind, eile ich zu ihr. Iſt ihr Herz noch frei, und eine innere Stimme verkuͤndet mir, daß ich dies hoffen darf, ſo werbe ich um ſie, ermuthigt durch das Bewußtſein, ihr ein reines Herz und die Treue un⸗ vergaͤnglicher Liebe bieten zu können. Wer ein an⸗ deres Weſen ſo in ſeiner tiefſten Eigenthuͤmlichkeit zu erkennen, ſo in ſeinen Empfindungen zu errathen, ſo in ſeiner Liebe, ſeinem Glauben und ſeinem Schmerz zu verſtehen vermag, wie ich Sidonien, der hat ein heiliges, unveräußerliches Recht auf die Geliebte.“
„Mein lieber, ebler Freund,“ ſhn hier Doro⸗


