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„Ich habe viel von ihr reden hoͤren, aber ſo viel ich weiß, waren Sie nie in der Gegend Deutſch⸗ lands, wo ſie lebt.“
„Auch habe ich ſie nie geſehen.“
„O Don Quixote, Don Quirote der Zweite,“ rief ſie hier lächelnd aus; „welch einem Wolkenbilde haben Sie ſich da ergeben! Sollte man einen ſo vernünftigen Mann, wie Sie, einer ſolchen Thor⸗ heit fähig glauben! — Aber,“ fuhr ſie muthwillig und doch herzgewinnend traulich fort, „machen Sie mich nun vollends zur Vertrauten; erzaͤhlen Sie mir den Roman Ihres Herzens, und wer weiß, ob ich Ihnen zur Vergeltung nicht noch manchen neuen Zug zum Bilde Ihter Dulcinea liefern kann.“
Ihr Scherz haͤtte mich geaͤrgert, wenn ſi nicht ſo geruͤhrt, ſo wunderlieblich läͤchelnd und errothend dazu ausgeſehen hätte; auch that es mir ſo wohl, mit ihr zu reden; ich fuͤhlte, daß ſie mich verſtand, daß ich ihr klar war, daß ſie mich achtete in der Sehnſucht meines Herzens; und daß ſie dieſe Heitis⸗ keit der Liebe zu begreifen und zu ehren vermochte, bewies mir auf's Neue den angebornen Adel dieſes wunderſamen Weſens. Ich erzaͤhlte ihr, wie ich zum Beſitz von Sidoniens Schriſten gekommen war,
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