Teil eines Werkes 
12. Band (1830)
Entstehung
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von dem Licht trennt, verſinkt in Finſterniß und verblindet fuͤr den Glanz der Wahrheit: er kann das Goͤttliche nicht mehr ſchauen. Jede geiſtige Fä⸗ higkeit und Thätigkeit eines ſo in Irrthum verſunkenen Weſens kann das Uebel nur vermehren, da jede nicht von oben, nicht aus dem Licht ſtammende Er⸗ kenntniß vom Uebel iſt.

Allein die Moͤglichkeit der Erkenntniß im Licht und aus dem Licht hat Jeſus den Menſchen wieder gegeben; in fruͤhern Zeiten mittelbar durch die Pro⸗ pheten und ſpäterhin, bei ſeiner Erſcheinung auf Er⸗ den, unmittelbar durch ſeine Lehre und ſein Beiſpiel. Wir kennen nun den Weg, den er ſelbſt wieder auf⸗ waͤrts ging, nachdem er als reines, goͤttliches Weſen ſich aus unendlicher Liebe zum Geſchoͤpf, allen Wir⸗ kungen der Suͤnde unterworfen hatte. Fuͤr uns ward dadurch die Moͤglichkeit begruͤndet, daß wir durch freien Willen und mit ſeiner Kraft, ihm nun folgen koͤnnen bis zu dem Licht, in dem er thront.

Ein freies Weſen kann keine ſeiner Handlun⸗ gen ungeſchehen machen, und eben ſo wenig die ewi⸗ gen und unausbleiblichen Folgen derſelben fuͤr ſich und Andere verhindern, da im Univerſum Alles