Teil eines Werkes 
12. Band (1830)
Entstehung
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und Boſe; dieſe letztern Gegenſaͤtze bilden die Nacht⸗ ſeite des hoͤhern Lebens und haben leider, ſowohl in dem Gemuͤth der Menſchen, als auch in ihren Verhältniſſen zu einander, im Ammn ein herr⸗ ſchendes Uebergewicht. Aus Gott, dem Inbegriff aller Vollkommen⸗ heit und Guͤte, dem reinſten, ewig unveraͤnderlichen und ſeligſten Weſen, konnte in den Schopfungsmo⸗ menten nur Reines, Gleichfoͤrmiges und Seliges hervorgehen, das, frei von jedem Ver⸗ derben, im harmoniſchen Vechaltniß zu Gott und zu der Natur ſtand. Gott konnte nur Weſen ſchaf⸗ fen, deren Daſein ein Nachhall war von der ewi⸗ gen, nur durch ſich ſelbſt beſtehenden Harmonie. Jede Disharmonie, wo ſie ſich auch findet, kann in ſofern ſie Unwahrheit, Streit, Leiden und Ver⸗ derben erzeugt, nicht aus Gott hervorgegangen ſein, ſondern ſie iſt ein, aus dem Mißbrauch des freien Willens hervorgehendes Erzeugniß geſchaffener Weſen. Der Augenblick, in dem die Suͤnde und das Boͤſe entſtand, entfernte die Erſchaffenen von Gott; denn jeder Geiſt, der nach Unabhaͤngigkeit von Gott ſtrebt, oder dieſe möglich glaubt, verſinkt in Eigen⸗

duͤnkel und ſtolze Blindheit, und der wohlthätige