Teil eines Werkes 
12. Band (1830)
Entstehung
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Einfluß ſeines Gottes kann in ihm nicht mehr als Licht und Segen, ſondern nur noch erhellend wirken. Die Sonne beſtrahlt ſolche Gletſcher, aber ſie erwaͤrmt ſie nicht. Im Brennpunkte der Selbſt⸗ heit wird das gottliche Licht zum Feuer des Zornes, den der Gefallene, ſo weit ſein Einfluß reicht, in boͤſem Willen und boſen Werken offenbart.

Durch ſich ſelbſt kann der Geblendete nicht wieder ſehend werden, der ſtolze Suͤnder kann die Demuth nicht lieben, die Selbſtſucht ſich nicht ent⸗ kleiden von ihrer Eigenmacht, die Luge nicht nach Wahrheit ſtreben, es bedarf dazu einer Einwirkung von oben, eines hellen Lichtes, um das Nichtige des eigenen Seins zu erkennen, um das Selbſtſuchtige haſſen und das Göͤttliche lieben zu lernen; es be⸗ darf einer Erlöſung, auf daß die Schwachheit ſich in Kraft verwandeln koͤnne.

Die erſte wieder ſichtbar verſtaͤndliche Offenba⸗ rung der ewig ſich gleichen Liebe Gottes, in den Tiefen der Nacht und Verwirrung geſchah durch das Wort, das mit unendlicher Weisheit das Chaos ordnete, damit das Geſchaffene ſich wieder ſtufen⸗ weiſe dem goͤttlichen Lichte naͤhern und ſeine ver⸗ ſchloſſene Empfaͤnglichkeit dafuͤr wieder entwickeln