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Lebens weislich zu ordnen, iſt ihre Aufgabe; doch die Urſprache des Geiſtes, ſowohl des Elohim, als des in ſterblicher Huͤlle gebannten, vermag ſie weder aufzufaſſen, noch zu verſtehen, noch mitzutheilen.
Von der Vernunft allein geleitet, wird jede Regung des höhern, gottlichen Lebens in uns erſtickt. Der kluͤgelnde und gruͤbelnde und pruͤfende Ver⸗ nunftmenſch iſt fuͤr die Empfänglichkeit eines rei⸗ nern, geiſtigen Einfluſſes erſtorben; er erkennt keine hoͤhere Wahrheit, als die duͤrftigen Reſultate ſeiner Forſchungen, und weit entfernt, jene zu lieben, ver⸗ ſpottet er ſie, ohne ſie zu verſtehen und weicht ih⸗ nen aus, wo er ſie ahnet.
Alles, was wir von Gott und von unſerm Verhäͤltniß zu ihm wiſſen, glauben und empfinden, können wir nur durch mittelbare oder unmittelbare Offenbarung Gottes erfahren, die uns auf verſchie⸗ dene Weiſe, nach der Art und dem Grade unſerer Empfänglichkeit dafuͤr, zu Theil wird.
Ein erſchaffener Geiſt wird ſich ſelbſt nur in ſeinen Eigenſchaften erkennbar, und allein mit die⸗ ſen, als Offenbarungen ſeiner eigenen Weſenheit, ver⸗ mag er den ſich ihm offenbarenden Gott zu erken⸗ nen. Gott offenbart ebenfalls nicht ſeine innere


