Teil eines Werkes 
12. Band (1830)
Entstehung
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ner Kraft emporſtreben koͤnne, da ſich Jeder durch dieſe doch nur in dem Kreiſe zu bewegen vermag, in welchen er geſtellt und von welchem er be⸗ ſchränkt wird, auch dann noch, wenn er Bande zer⸗ ſprengt zu haben waͤhnt, die ihn allein auf die Erde zu bannen ſcheinen. Ich moͤchte Dir Geheimniſſe erklaren, die ſelbſt die Engel nicht in ihrer vollen Groͤße faſſen können, geſchweige denn hienieden der Menſch; venn es ſind die unergrundlichen Wunder der gottlichen Lisbe.

Von der innern Weſenheit unſers geiſtigen Denkvermoͤgens, unſerm eigentlichen Ich, wiſſen wir

alles Forſchens ungeachtet nichts, als daß es unbe⸗

greiflich iſt; erſt in den Modificationen und in der Aeußerung unſerer Willenskraft erkennen wir das Individuelle unſers Daſeins. Die unendliche Be⸗ wegung unſerer Gedanken, die wir ſelbſt und An⸗ dere in uns hervorbringen, gleicht unzahligen Radien, welche von dem NMittelpunkt ausgehen; doch den Mittelpunkt ſelbſt begreifen wir nicht; er iſt das un⸗ zugaͤngliche Geheimniß der Schoͤpfung.

Alle Körper ſind durchaus nur Bild und Aus⸗ druck intellectueller Ideen, daher ſind die unmate⸗ zellen Grundkeime der Natur auch unzerſtörbar,