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Herz Frieden und Heiterkeit goß. Sie ſtillte ihn ſelbſt, und ein Jahr verfloß, in dem beide Freun⸗ dinnen das Haus nur verließen, um friſche Luft zu ſchoͤpfen, und ihr Umgang ſich auf die naͤchſten Ver⸗ wandten der Familie beſchraͤnkte. Dieſe Lebensweiſe entſprach ihren Neigungen und dem ſanften Ernſt, der der Grundton ihres Gemuͤths geworden war; allein der General liebte heitere Geſelligkeit, und forderte von beiden Freundinnen die Ruͤckkehr zu den Kreiſen, deren Zierde ſie ehemals waren. Die Verlobung einer Couſine, bei der die ganze Familie erſchien und Caroline es nicht vermeiden konnte, gleichfalls zu erſcheinen, beſiegte als Nothwendigkeit das Widerſtreben, das Beide empfanden, ihre ſtille Lebensweiſe ändern zu ſollen.
Dalinde war wunderbar bewegt, als ſie ſich zum erſten Mal, nach beinahe drei Jahren, wieder reich geſchmuͤckt ſah; denn der General hatte durchaus darauf beſtanden, daß ſie und Caroline es ſein ſoll⸗ ten, und mit ſchwerem Herzen ſtieg ſie in den Wa⸗ gen. Sie glaubte Baron Stein längſt vermaͤhlt, und mit ſtiller Wehmuth hoͤrte ſie die Lobpreiſungen ihrer Schoͤnheit, die bei ihrem Eintritt in den Saal die Maͤnner ſich zufliſterten. Entſchloſſen, nicht zu tanzen, nahm ſie an Carolinens Seite auf den fuͤr die zuſchauenden Damen erhoheten Sitzen Platz, und ſah mit einer Miſchung von wehmuthsvoller Erinnerung, und unwillkuͤrlich wieder in ihr erwa⸗ chender heitrer Jugendluſt im Saal umher, als ſie


