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freundin durch das Anerbieten entgegen, ſelbſt nach dem Gute der alten Dame zu reiſen, bei der Da⸗ linde, wie Caroline aus ihrer Antwort wußte, jetzt lebte. Dalinde empfing den General, wie ſie ihren Vater empfangen haben wuͤrde, und Beide eilten nach der Hauptſtadt zu Carolinen ſo ſchnell als mog⸗ lich zuruͤck, da dieſe mehr denn je des Troſtes bedurfte, den Liebe und Freundſchaft einem kummervollen Her⸗ zen zu gewaͤhren vermag.
Dalindens erſtes Geſchaͤft war, an die Baronin Holſtein zu ſchreiben, um ſie von der Veraͤnderung ihres Aufenthalts zu benachrichtigen und ſie zugleich daruͤber durch die Verſicherung zu beruhigen, daß die Einſamkeit, in der die Graͤfin Freeſe ihr Trauer⸗ jahr zu verleben entſchloſſen ſei, ſie eben ſo ſicher vor dem Baron Stein verborgen halten werde, als die Einſamkeit des duͤſtern, von ihr jetzt verlaſſenen Schloſſes. Nach Abſendung dieſes Briefes widmete ſie ſich ungetheilt der Sorge, Crrolinens Gemuͤth zu erheitern, und ſie koͤrperlich, wie geiſtig, zu pfl'gen. Beide Freundinnen fanden ſich ernſter und gelaͤuterter wieder, als ſie ſich verlaſſen hatten; das leichte Spiel des fruͤhern, harmloſen Jugendlebens war dem Ernſte des Lebens gewichen und dieſer gab dem Bunde ihrer verſchwiſterten Seelen eine neue, hoͤhere Weihe.
Nach drei Monaten wurde Caroline Mutter eines Knaben, deſſen Geburt den alten General zum gluͤcklichſten Großvater machte, und in der Mutter


