Teil eines Werkes 
11. Band (1830)
Entstehung
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Mittel zur Löſung ihres Verhaͤltniſſes vorſchlug. Tief im Gebirge wohnte auf einem alten einſamen Schloſſe eine Couſine der Baronin; zu dieſer rieth ſie Dalinden zu gehen und dort von ihr angelegent⸗ lich empfohlen, der freundlichſten Aufnahme gewiß, bis zur Vermaͤhlung des Barons zu bleiben, um dann zu der Baronin zuruͤckzukehren, die ihr in ihrem Herzen, wie in ihrem Hauſe, den Platz einer Toch⸗ ter aufzubewahren verſprach. Dalinde willigte be⸗ taͤubt in alle Vorſchlaͤge der Baronin; willenlos, durch den gewaltigen Schmerz der Vorempfindung ewiger Trennung von dem Geliebten, verſtand ſie ſich ſogar dazu, ein ihr von derſelben vorgeſagtes Billet niederzuſchreiben, in dem ſie Abſchied von ihr nahm, da wichtige und geheime Gruͤnde ſie nöthigten, Haus zu verlaſſen.

Noch am Abend dieſes verhaͤngnißvollen Tages fuhr ſie, unter der Huͤlle des Geheimniſſes, von

einem alten vertrauten Diener der Baronin begleitet,

nach dem Ort ihres kuͤnftigen Aufenthalts ab. Eine duͤſtere Einſamkeit erwartete ſie dort, und die Geſell⸗ ſchaft der alten grämlichen Gebieterin des Schloſſes und ihrer Frauen eignete ſich auch nicht, Dalindens Trauer zu mildern. So ungluͤcklich hatte ſie ſich noch nie