offen erklärte, er ſei entſchloſſen, Dalinden ſeine Hand anzubieten, ſobalb er ſich nur von ihrer Liebe uͤber⸗ zeugt halten duͤrfe. Sie allein entſpreche von allen Weibern, die er kenne, den Forderungen, die ſeine Seele an eine kuͤnftige Gattin mache; ihr Liebreiz und ihre Tugend gelte ihm mehr, als alle Schätze, und in Hinſicht auf die Graͤfin von P. habe er nach den ſtrengſten Forderungen der Ehre noch das Recht, ſich als vollig frei und ungebunden anſehen zu können.
Die Baronin ſah ein, daß offner Widerſpruch nur einen Schritt beſchleunigen wuͤrde, der einen von ihr ſeit Jahren mit Liebe entworfenen Plan unwie⸗ derbringlich zu zerſtören drohte, und ſo zaͤrtlich ſie auch Dalinden liebte, konnte ſie ſich doch nicht mit dem Gedanken befreunden, das ganz arme Maͤdchen als die Braut ihres Neffen zu ſehen. Ihr Vater hatte bei ſeinem Tode einen fuͤrſtlichen Reichthum
hinterlaſſen; das Bild dieſes Familienglanzes war
ihr lieb, und es ſchmerzte ſie, als ihr einziger Bru⸗ der, der Vater des Barons, durch unſinnige Ver⸗ ſchwendung das Vermogen durchbrachte, und ſeinem Sohn nur ein Erbtheil hinterließ, das ihm kaum mehr Anſpruch auf den Namen und die Lebensweiſe


