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welke und gewiß ſterben muͤſſe, wenn es nicht bald andere Pflege, als ſie ihr zu verſchaffen vermoͤge, und einen Arzt erhalte. Der Baron ſprach den Wunſch aus, Dalinde ſelbſt zu ſehen und was ſie jedem andern jungen Manne verſagt haben wuͤrde, konnte ſie ihm, der als Kind ihr Herzblättchen ge⸗ weſen und es ſtets geblieben war, nicht abſchlagen. Sie ging zu Dalinden hinauf, ihr ihn als einen Herrn anzumelden, der bei ihr die Stickerei zu einem Hofkleide zu beſtellen wuͤnſche, und da dieſe ſie be⸗ fremdet uͤber einen ſo ungewoͤhnlichen Antrag miß⸗ villigend anſah, verſicherte ſie ihr hurtig, der Baron ſei ein ſo guter, ſo lieber Herr, daß ſie es gar nicht verweigern duͤrfe, ihn zu ſehen, und ohne ihre Antwort abzuwarten, eilte ſie hinunter, ihn zu ho⸗ len. Sie oͤffnete ihm die Thuͤr; hocherröthend und mit einem Anflug von Unwillen erhob ſich Dalinde von ihrem Sitze und ſtand nun ſo ſtolz und edel ernſt vor dem Eintretenden, daß er uͤberraſcht ehr⸗ furchtsvoll ſein Eintreten entſchuldigte. Ohne auf dieſe Entſchuldigung Ruͤckſicht zu nehmen, fragte Dalinde nach dem Auftrage, den er ihr in Bezug auf ihre Stickerei zu geben habe; er aber druͤckte ihr, ſtatt ihre Frage zu beantworten, mit eben ſo viel


