Teil eines Werkes 
11. Band (1830)
Entstehung
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in ſeiner gutmuͤthigen Argloſigkeit gleich als die wichtigſte Neuigkeit mittheilte; durch dieſe erheuchelte Gleichguͤltigkeit vollig beruhigt, willigte Caroline lie⸗ bevoll in ſeine dringenden Bitten um die Beſchleuni⸗ gung ihrer Vermaäͤhlung, und nach drei W war ſie ſeine Gemahlin.

Dalindens Schickſal war deſto truͤber und freu⸗ denloſer. Ihre Tante hatte an Carolinen geſchrieben, um von ihr die Veranlaſſung zu Dalindens Entfer⸗ nung aus ihrem Hauſe zu erfragen, und dieſe hatte, ohne ſie gerade anzuklagen, doch um ſich zu rechtfer⸗ tigen, in einem Tone geantwortet, der auf Dalindens Betragen und Charakter ein zweideutiges Licht bei der zu werfen vermochte, die nur nach einem Vor⸗ wand haſchte, ſich mit einigem Schein des Rechts von aller Pflicht gegen ſie frei ſprechen zu können. Dalinde empfing, als Folge von Carolinens Aeuße⸗ rung uͤber ſie, einen Brief von ihrer Tante, in dem ſie ihr unter den harteſten Vorwuͤrfen allen Bei⸗ ſtand verſagte, und es ihr verbot, ſich kuͤnftig an ſie zu wenden. Der Brief an ihren Onkel hatte, wie ihr der Vetter meldete, dieſen nicht mehr unter den Lebenden gefunden. Das huͤlfloſe, ganz ver⸗ laſſene Mädchen ſah ſich nun allen Schreckniſſen

Tarnow's Schriften. RI. 11