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eine Stelle als Erzieherin oder Geſellſchafterin zu verſchaffen, da ſie nicht in Wien und ſeiner Umge⸗ gend bleiben konnte, ohne ſich der Gefahr, von dem Grafen entdeckt zu werden, auszuſetzen.
Carolinens ehemals ſo ſanftes und reines Herz war jetzt von dem Natterbiß der Eiferſucht ſo ver⸗ giftet, daß ſie ſich uͤber Dalindens Entfernung zu freuen und die Freundin ihrer Jugend unbekuͤmmert einem Schickſal zu uͤberlaſſen vermochte, deſſen ge⸗ fahrvolle Unſicherheit ihr doch nicht verborgen bleiben konnte. Sie uͤbergab ihrem Vater Dalindens Brief, und behauptete gegen ihn, ſich keiner Veraͤnderung ihres Betragens gegen ſie bewußt zu ſein, obgleich dieſe Verſicherung auf Dalindens heimliche Entfer⸗ nung ein ſehr zweideutiges Licht werfen mußte. Wie peinvoll wurde aber ihre innere Herzensqual, als die Stunde, in der der Graf täglich zu ihr kam, ver⸗ ſtrich, ohne daß er erſchien! Der Argwohn eines Zuſammenhanges ſeines Außenbleibens mit Dalindens Verſchwinden lag ihr zu nahe, um ihn nicht zu faſſen; allein die himmliſche Gewalt der Unſchuld und der Wahrheit fiel, wie ein Sonnenſtrahl durch Nebelgewoͤlk, in ihr Gemuͤth und ſie mußte ſich geſtehen, daß die Unbefangenheit in Dalindens Be⸗


