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daß keine Zeit und keine Entfernung je das Bild der unerſetzlichen Freundin ihrer ſchoͤnſten Lebensjahre in ihrem Herzen verbleichen werde, und beſchwor Carolinen, gegen ſie gerecht zu bleiben, wie ſie ſtets treu gegen ſie geweſen ſei und bis zum letzten Athem⸗ zuge ſein werde.
Dann packte ſie ſchnell ihre Kleider zuſammen, ließ einen Miethwagen kommen, warf ſich hinein und befahl dem Kutſcher, nach der Vorſtadt zu fah⸗ ren und dort vor dem erſten Hauſe, in dem Zim⸗ mer zur Miethe ausgeboten waren, zu halten. Sie fand gleich was ſie ſuchte, und das zu ihrem Gluͤck, in dem Hauſe einer rechtlichen, kinderloſen Kaufmannswitwe, die einen kleinen Handel mit Band und Stickereien trieb. Ihr erſtes Geſchäft war nun, an ihre Tante und an ihren Onkel zu ſchrei⸗ benz allein ſie fuhlte ſelbſt, daß die Dunkelheit, in die ſie die Urſache ihrer Trennung von Carolinen huͤllen mußte, ihren Briefen an Beide etwas Ge⸗ zwungenes gab, das wahrſcheinlich einen fur ſie unguͤnſtigen Eindruck machen wuͤrde. Doch ſie wollte ja von ihnen keine Unterſtuͤtzung, ſie bat nur, ihr in irgend einer achtungswerthen Familie Norddeutſchlands


