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deſſelben zu uͤberlaſſen; allein wenn ſie dann wieder bedachte, wie innig dieſe den Treuloſen liebte, was ſein Verluſt ſie koſten wuͤrde, und wie es ihr bei ſo viel Schoͤnheit, Geiſt und Guͤte doch noch gelingen könne, ja gelingen muͤſſe, ſein Herz zu ruͤhren, ſobald nur ſeiner Leidenſchaft fuͤr eine Andere jede Hoffnung geraubt werde, ſo erſchien es ihr vortheil⸗ hafter fuͤr Carolinens Gluͤck, ſie in ihrer Unwiſſenheit zu erhalten. Bleiben durfte ſie aber nicht in ihrer Maͤhe; Caroline hatte ſo viel fur ſie gethan, kein Opfer fur ihre Ruhe, ihren Frieden konnte Dalinden zu groß erſcheinen.
Sie ſchrieb an Graf Freeſe wenige, aber erſchuͤt⸗ ternde Worte des Unmuths und der Trauer uͤber eine Verirrung, die auf Carolinens Zukunft einen dunklen Schatten werfe, wie ſie ihr eignes Geſchick finſter umnachte, und dann, mit heißen Thraͤnen und ſchwerem Herzen, an Carolinen, um dieſer ein hochſt ſchmerzliches Lebewohl zu ſagen. Die Kälte, die ſie in der letzten Zeit gegen Dalinde gezeigt hatte, diente ihr zum Vorwand ihrer Entfernung. Aus innigſter Seelenfulle dankte ſie ihr und ihrem Vater fur alle ihr bewieſene Großmuth und Liebe, und verſicherte ihr,


