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11. Band (1830)
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ich vermag dieſen ſchmerzlichen Kampf meines Herzens nicht länger zu verbergen, und wie vor einer, mir ſichtbar gewordenen Gottheit erſcheine ich vor Ihnen, mein Schickſal ihrem Ausſpruch zu unterwerfen. Wo ſoll ich aber Worte finden, Ihnen die Schmach zu bekennen, daß ich nicht allein eine Liebe, die ich als einen Schutzgeiſt meines Gluͤckes hätte verehren ſollen, als eine leichte Verirrung meines Herzens bekaͤmpfen zu konnen geglaubt habe, ſondern in dieſer unſeligen Verblendung ſo weit gegangen bin, um die Hand eines Maͤdchens zu werben, deſſen Verdienſte ich keineswegs verkenne, deſſen Reize aber nie Ein⸗ druck auf mein Herz gemacht haben.

Ich liebe Sie, Sie allein, holdſelige Da⸗ linde, von dem Augenblicke an, wo ich Sie zuerſt erblickte; allein, ein Sklave der Welt und der in ihr geltenden Anſichten, ſah ich in der Ehe nur eine Feſſel, die wenigſtens vergoldet werden mußte, wenn ſie mir erträglich ſcheinen ſollte. Fraͤulein von Eben war die Erbin eines großen Vermoͤ⸗ gens, viele Maͤnner hatten um ihre Hand ge⸗ worben, keiner ihr Herz zu ruͤhren vermocht; mir kam ihr Herz entgegen, meine Eitelkeit gefiel ſich