Teil eines Werkes 
11. Band (1830)
Entstehung
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die Hoffnung verheißen hatte, ſein Erbe werden zu koͤnnen, und die Verlaſſenſchaft deſſelben machte ihn jetzt unerwartet ſo reich, daß das Band, mit dem der Eigennutz ihn an Carolinen gebunden hatte, ſehr dadurch gelockert wurde. Er hoöͤrte auf, ſeine Blicke zu bewachen, und auf einem Balle, wo er mit bei⸗ den Freundinnen erſchien, zeichnete er Dalinde eben ſo ſichtlich aus, als er Caroline vernachläſſigte, die er, nachdem er den erſten Tanz pflichtmaͤßig mit ihr getanzt hatte, ſich ſelbſt uͤberließ, nur Sinn und Auge an Dalindens Schoͤnheit zu weiden, deren Grazie und Tanzfertigkeit ſie zur Koͤnigin des Bal⸗ les machte. Ein giftiger Schmerz legte ſeine Nat⸗ tern an Carolinens Herz, ihre blinde Leidenſchaft fuͤr Freeſe verleitete ſie, ihn auf Koſten Dalindens zu rechtfertigen, und mit einer Empfindung, deren ſcharfe, ſchneidende Kaͤlte ſie ſelbſt Haß der ehemals ſo geliebten Freundin nennen mußte, ſchuͤtzte ſie ein Uebelbefinden vor und forderte ihren Wagen. Aengſt⸗ lich um ſie beſorgt, folgte ihr Dalinde, als ſie nach Hauſe kamen, auf ihr Zimmer, doch mit beleidigender Haͤrte wies Caroline jede ihrer Dienſtleiſtungen zu⸗ ruck, und als Dalinde ihr mit der innigſten Zärtlichkeit um den Hals fiel und ſie mit den ſuͤßeſten Worten