Teil eines Werkes 
11. Band (1830)
Entstehung
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ich wohl geſorgt haben. Ich ſah ſie an und meine Thraͤnen ſtockten. Gefaßt trat ich der juͤngern Tante entgegen. Sie warf ſich laut ausrufend uͤber die Leiche hin; ich ſtand neben ihr, und wer von uns den Werth des Todten und ſeinen Verluſt am tief⸗ ſten fuͤhlte, richte Gott! Aber bitter warf ſie mir meine Faſſung vor: nun ſei der Vater todt und ich finde es nicht einmal der Muͤhe werth, ein paar Thranen um ihn zu vergießen! Schweigend kußte ich die Hände des theuren Todten und wollte mich entfernen. Mein Schweigen war gewiß nicht Trotz; und doch riefen ſie mich zuruͤck und forderten mir die Schluͤſſel ab; mein Reich ſei hier zu Ende und es muͤſſe ſich erſt zeigen, ob ein Teſtament da ſei, welches mir den Lohn fuͤr meine Uneigennuͤtzigkeit fichere. Ich gab die Schluͤſſel augenblicklich hin, da mir der Todte viel zu heilig war, um ſein An⸗ denken durch irgend ein Wort des Unftiedens ent⸗ weihen zu moͤgen; dann floh ich auf mein Zimmer, wo ich zum erſten Mal die Schrecken des Allein⸗ und Verlaſſenſeins in der Welt recht tief empfand⸗ O welch ein Mitleiden werde ich, ſo lange ich lebe, mit der Huͤlfloſigkeit eines Weſens haben, das nach einem Wort der Theilnahme und des Troſtes