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nur ſtiller, ſinnender, und voll Vorgefuͤhl ſeines
nahen Endes, das er mir auch nicht zu verbergen fuchte, ſondern ſich bemuͤhte, mich in allen unſern Unterredungen mit dem Tod in ſeiner freundlichſten Geſtalt bekannt zu machen. Den letten Abend waren wir in dem weißen Zimmer, aus deſſen Fen⸗ ſtern Du und ich ſo oft die Soline ſinken ſahen. Er ließ ſeinen Stuhl an das offne Fenſter ruͤcken und ſein Auge hing feſt an ihrer reinen Feuergluth. „Hole Deine Harfe,“ ſagte er mir, und ſinge ihr ein Abſchiedslied.“ Ich ſang:
Sonne, du ſinkſt! Sonne, du ſinkſt Sink' in Frieden, o Sonne!
Still und ruhig iſt deines Scheidens Gang. Ruͤhrend und hehr deines Scheidens Schweigen. Wehmuth lächelt dein freunblicher Blick; Thraͤnen enttraͤufeln den goldenen Wimpern. Segnungen ſtroͤmſt du der thauenden Flur⸗ Immer tiefer, Immer leiſer, Immer ernſter und hehrer Sinkſt du, Sonne, die Luͤfte hinab!
Sonne, du ſinkſt! Sonne, du ſinkſt!


