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Liebe, den es mir vergoͤnnt iſt, Dir zu geben.“ Ich druͤckte ſeine Hand an mein Herz, und hoffe, daß mein theurer Vater mich in meinem Dank fuͤr dies Geſchenb errieth, ob wir gleich uber alle ſich auf dieſen Punkt beziehende Verhaͤltniſſe nie ein Wort gewechſelt haben.
Er iſt nicht mehr! der edelſte, zartlichſte Vater iſt nicht mehr, und ich bin verwaiſt! Caroline, das Gefuͤhl, mit dem man am Sarge eines geliebten Menſchen ſteht, iſt ernſt und ſchaurig, hehr und heilig, wie der Tod ſelbſt. Zu dieſem Gerechten trat der Tod wie ein ſtiller Genius, der den Ster⸗ benden in ein lichteres Friedenseiland fuͤhrt und den Schmerz der Zuruͤckbleibenden heiligt. Ich bin tief, aber ſtill betruͤbt. Das Andenken ſeiner Liebe und ſeiner Tugenden iſt mir ein bleibender Segen des unvergaͤnglichen Glaubens an Menſchenwuͤrde und reine, uneigennuͤtzige Guͤte. Ich habe ihn leben ſehen, und die Erinnerung ſeiner Todesſtunde wird mich auch ſterben lehren.
Er war in dieſen letzten Monaten kränkelnd und
hinfaͤllig, aber nie bettläͤgerig, und in ſeinem Weſen Tarnow's Schriften. Kl. 2


