Teil eines Werkes 
11. Band (1830)
Entstehung
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kann ich nicht fürchten, weil ich ſie nicht kenne; dagegen fuhle ich aber in mir eine gewiſſe Unbeholfen⸗ heit, mit den Menſchen umzugehen, weil ich von der Welt nichts, ols meine Buͤcher und meinen Groß⸗ vater kenne. Muͤßte ich je in einen lebendigeren Kreis treten, muͤßte ich je mit Menſchen leben, die meine Lieblingsneigungen nicht theilten: ach, Caroline, ich könnte ſehr ungluͤcklich werden, und darum iſt mir auch der Beruf, unverheirathet zu bleiben, ſo willkommen. Mein Großvater wuͤrde mich freilich nicht halten wollen; ſeine Liebe wuͤrde mit allem Schein der Freudigkeit ſagen: Zieh mit dieſem Manne, wenn es Dich gluͤcklich macht! Aber meine Pflicht heiſcht es, daß er dies Wort der Trennung nie zu ſagen braucht. Er liebt mich, wie er keine ſeiner Enkelinnen liebt; ich weiß auch keine unter ihnen, der ich mein Herz fuͤr den vortrefflichen Vater zu⸗ traue, und der ich daher gönnen könnte, meine Stelle bei ihm zu erſeten. Und wer wuͤrde mich auch ſo lieben, wie er mich liebt?

Doch ich wollte ia nur Dir und mir die Ver⸗ wirtung erklaͤren, die mir am erſten Abend Adolphs Naͤhe gab! Jene Verlegenheit wußte er bald durch die Unbefangenheit zu vertreiben, mit der er die Ver⸗