ſchaft fuͤllten mein Herz ſo aus, daß ich nie die leiſeſte Sehnſucht empfunden habe, dieſen Kreis mei⸗ ner Liebe und meines Gluͤcks zu erweitern. Die ſogenannten Freuden der Welt kenne ich nicht, da ich von jeher einſam und einfach lebte. In der erſten Zeit, wie ich zu meinem Großvater kam, that ich es, um mir das harte Urtheil zu erſparen, ich laſſe mir durch Glanz und Schimmer meine Liebe von ihm bezahlen; bald aber ergriff mein Gemuͤth dieſe Lebensweiſe mit inniger Liebe, und ich kann richtiger ſagen, daß meine Natur ſich in ihr ausſpricht, als daß ſie mir zur Natur geworden iſt. Daß man auch in meiner Einfachheit Kunſt ſieht und meine ganze Lebensweiſe fur ſchlaue Berechnung des Zweckes hält, die Erbſchaft meines Großvaters deſto ſicherer zu erſchleichen; daß man mich deßfalls haßt und an⸗ feindet, all mein herzliches, ofſenes Entgegenkommen mit Kälte vergilt: o Caroline, Du weißt, wie dies nach und nach meinem Charakter dieſe verſchwiegene Wehmuth und die bange Furchtſamkeit beigemiſcht hat, die oft in Dir Sorge fuͤr meine Zukunft er⸗ weckte, weil Du fuͤrchteteſt, ſie mache mein Herz zu krankhaft empfindlich fuͤr den Schmerz, und raube mir die Kraft, ſelbſtſtändig zu ſein. Dieſe Gefahr
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