Teil eines Werkes 
11. Band (1830)
Entstehung
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Ich erinnerte mich ihrer ſehr gut; ſie war damals bei meinen Gartenarbeiten meine treue Gehuͤlfin, und mir ſehr zugethan. Es freute mich, ſie wieder zu ſehen und ich fragte nach ihrer gegenwärtigen Lage. Sie war an einen Tageloͤhner verheirathet und ſeit wenig Wochen Mutter eines kleinen, rothbaͤckigen Jungen. Ich ging mit ihr nach ihrem Hauſe, um das Kind zu ſehen. Auf dem Wege plauderten wir von vergangenen Zeiten.Und was macht denn, fragte ſie mich,der Junker Adolph, der damals mit ſeinem Hofmeiſter ſo oft bei Ihnen auf dem Schloſſe war?

Koͤnnte ich doch die Lebhaftigkeit begreifen, mit der bei dieſer einfachen Frage aus dem magiſch verhuͤllten Hintergrunde der Kindheit Adolphs Bild vor mich trat! Wir waren in dem Zirkel des nach⸗ barlichen Umganges unſerer Familien die einzigen Kinder gleichen Alters, und als ſolche unzertrennliche Spielgefaͤhrten; ein Band, das durch gemeinſchaftlich ertheilten Unterricht in der Muſik und im Zeichnen noch feſter gezogen wurde. Unſere Trennung koſtete uns viel, und wir ſchieden mit dem ernſtlich ge⸗ meinten Verſprechen, uns nie zu vergeſſen. Er wurde aber bald darauf nach einer Schule, dann