Teil eines Werkes 
11. Band (1830)
Entstehung
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ſie Kranke zu heilen, Betruͤbte zu erquicken hatte. Liebe Caroline, wer ihr gleichen koͤnnte! Ich bin nicht reich genug, um, wie ſie, Schulen anlegen, Arbeit herbeiſchaffen, ganze Doͤrfer begluͤcken zu koͤn⸗ nen; aber keinem Menſchen, auch nicht in der be⸗ ſchraͤnkteſten Lage, verſagt ſich die Gelegenheit, Gutes zu thun; er findet immer wunde Herzen, die den Verband zarter Sorge, Blicke, die ein naſſes Auge, Seelen, die eine Bruſt voll treuer Liebe beduͤrfen. Und gewiß, Caroline, ich liebe die Menſchen recht herzlich, ſo ſchwer ich es auch empfinde, daß mir etwas, was ich nicht zu nennen weiß, abgeht, um mich mit ihnen u befreunden. Ich bin ſeit der Trennung von iner Tante verſchuͤchtert worden, und das gibt mir einen Mangel an Sicherheit und eine Unbeholfenheit fuͤr die Verhaͤltniſſe des Lebens, die mich druͤcken, ohne daß ich ihnen abzuhelfen weiß.

Es ſcheint, als ob der Schauplatz meiner Kin⸗ derjahre vom Schickſal auserſehen iſt, mich reich an theuren Erinnerungen zu machen. In den Veil⸗ chenkranz meiner bisherigen hat der Zufall noch eine

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