Teil eines Werkes 
11. Band (1830)
Entstehung
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wilbert; doch erkannte ich noch jeden Gang, jede Laube,

Du weißt auch, wie ich in dem Hauſe meiner Eltern immer gewiſſermaßen eine Fremde blieb, und wie mein Großvater, deſſen Liebe mich ſeit meiner Ge⸗ burt vor allen ſeinen Kindeskindern auszeichnete, mich in meinem vierzehnten Jahre zur Pflege und Er⸗ heiterung ſeines Alters zu ſich nahm. Seit den vier Jahren nun, daß ich bei ihm lebe, war es mein ſehnlichſter Wunſch, dieſe Gegend wieder zu ſehen, und da er mich uͤber die Trennung von Dir, Freun⸗ din meiner Seele, ſo gern aufheitern wollte, ſo

ſchlug er mir vor, ihn auf ſeiner diesjährigen Revi⸗

ſionsreiſe, die ihn in dieſe Gegend fuͤhrte, zu be⸗

gleiten. Ach, Caroline, es geht doch kein Zauber

uͤber den ſolcher aufdämmernden Erinnerungen der ſeligen Zeit, wo ganz ungetruͤbter Friede uns be⸗ gluͤckte. Was grenzt näher an Elyſium, als die frohe Kindheit? und warum iſt die Sehnſucht ſpäte⸗ rer Jahre nach ihren Blumen und Traͤumen ſo nahe mit dem Schmerz verwandt? Das Gut iſt jetzt verpachtet; mein aͤlteſter Oheim bringt indeſſen alle Sommer ein Paar Wochen hier zu, und daher iſt das Schloß mit dem erforderlichen Hausgeräth verſehen. Der Garten iſt etwas ver⸗