Teil eines Werkes 
9. Band (1830)
Entstehung
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er gnädig jede Maßregel genehmigen wolle, die der Graf ergreifen werde, ſie unerreicht vom Verdacht wieder in die Welt einzufuͤhren. P. mußte aber auf jeden Fall das Opfer fuͤr Yaminta's Ehre wer⸗ den und aus dem Reiche der Lebenden verſchwinden. Jetzt erſt konnte ſich der Graf entſchließen, ſeine Tochter wieder zu ſehen, und das nicht als zuͤrnen⸗ der Richter, ſondern als verzeihender Vater. Seine Liebe und Milde brach Yaminta's Herz in Reue, ihn betruͤbt und verlaſſen zu haben; aber ſie war jetzt Gattin; ein heiliger Eid hatte ſie andern, eben ſo ernſten, eben ſo frommen Pflichten geweiht, als es ihre Tochterpflicht war; der Preis, um den ſie jetzt die Verzeihung des Vaters, ſeinen Segen und zugleich mit dieſem allen Glanz des Reichthums und des Adels, alle Freuden, die die Welt der Jugend zu verheißen vermag, erkaufen ſollte, war ihr Gatte! war der Mann, den ihre Liebe der Hoͤlle abgewonnen hatte, um ihn mit Gott zu verſoͤhnen! Für ſolchen Preis hätte ihr Herz ſelbſt die Seligkeit nicht er⸗ kaufen moͤgen. Sie ſuchte und fand Gelegenheit, ſich dem Konig zu Fuͤßen zu werfen; er gewährte ihrem Flehen P's. Leben, deſſen Todesurtheil er in ewige Verbannung in Fahluns lichtloſe Unterwelt umaͤnderte; allein er legte zu dem Willen ihres Va⸗ ters auch noch das volle Gewicht der Koͤnigsgewalt,

und gebot ihr Scheidung und vor der Welt gaͤnzliche

Verlaͤugnung des Verbrechers, dem ſie vor Gott