Teil eines Werkes 
9. Band (1830)
Entstehung
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unverbruͤchliche Treue gelobt hatte! Sie konnte nicht gehorchen.

Noch einmal entfloh ſie dem Vaterhauſe und folgte auf abgelegenen Wegen dem Karren, der die Verbrecher an den Ort ihrer Beſtimmung fuͤhrte. Sie kam bei Storgrufva in dem Augenblicke an, als die letzten dieſer Ungluͤcklichen hinabgeſenkt wurden. Vergebens flehte ſie, auch ſie einzunehmen, man wies ſie zuruͤck; da faßte ſie in verzweiflungsvoller Hoffnungsloſigkeit das Seil der niederfahrenden Tonne und trotzte der augenſcheinlichen Gefahr, an dem ſpitigen Geſtein zerſchmettert zu werden, oder wenn ihre Kraft ſie verließ, rettungslos in den Abgrund zu ſtuͤrzen. Mit blutgefaͤrbten Haͤnden kam ſie halb todt in der Tiefe an, ihres Gatten Stimme rief ſie in's Leben zuruͤck. Keiner der Aufſeher kannte das bleiche, wunderholde Frauenbild, das ſich in die dunkle Tiefe geſtuͤrzt hatte, um den Mann ihrer Liebe aufzuſuchen, ſein hartes Schickſal mit ihm zu theilen und die Nacht ſeines Daſeins durch das hohe Sternenlicht unerſchuͤtterlicher Treue zu erhellen; aber keiner war grauſam genug, ſie von P. trennen zu wollen. Ihr Name und ihr Schickſal blieb ein, Geheimniß, man vergönnte ihr unten zu bleiben und raͤumte ihr eine eigne kleine Huͤtte ein, die ſie mit P. bewohnte, und während auf der Oberwelt ihr Vater die Entflohene fuͤr todt ausgab und ſie als todt beweinte, ſchmuͤckte ſie die Unterwelt, in