Teil eines Werkes 
9. Band (1830)
Entstehung
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wurden funf derſelben gefangen, mit ihnen P. und Yaminta. Der Richter, dem die Unterſuchung auf⸗ getragen war, erkannte dieſe, und der Koͤnig, den er davon benachrichtigte, befahl, ſie ohne Verhoͤr dem alten Grafen in's Geheim auszuliefern, da er die Ehre und den Namen der Familie ſchonen wollte. Des Vaters Schmerz laͤßt ſich nicht ſchildern, als er auf dieſe Weiſe Nachricht von ſeiner Tochter be⸗ kam; ſein Stolz hatte dem Publicum ihre Flucht verhehlt, und er das Geruͤcht verbreitet, ſie ſei zu einer Tante gereiſet, die in einer der nordlichſten Provinzen Schwedens lebte, und nur unter der Hand

forſchte er ſorgfältig nach ihrem Aufenthalt und ihrem

Schickſal. Auf mehrere falſche Anzeigen hin, glaubte er, P. habe mit ihr das Land verlaſſen und ahnete nicht, daß die Verlorne, ſchmerzlich Beweinte ihm ſo nahe war! Aber ſo weich und zaͤrtlich auch die Sehnſucht des Vaterherzens nach der einzigen Tochter war, haͤtte er ihr doch lieber den Dolch mit eigner Hand in die Bruſt geſenkt, als ſie jetzt als die Gattin eines Verbrechers wiedergeſehen. Er warf ſich dem Koͤnig zu Fuͤßen und erhielt von ihm die Zuſicherung, daß das tiefſte Geheimniß Yaminta's Verbindung mit der Gaunerbande verhuͤllen ſolle und Tarnow's Schriften IX. 11