—
— 239 —
Erwerbszweig gewaͤhlt hatten. P. war beſtimmt, in Stockholm als Spieler aufzutreten, allein er ſah Yaminta; ihr erſter Blick enthuͤllte ihm den Ab⸗ grund, an deſſen aͤußerſtem Rand er ſchwindelnd ſtand; ſein beſſeres Selbſt erwachte; er fuͤhlte in ſich die Kraft, noch umkehren zu koͤnnen, und betete Yaminta als einen ihm von Gott ſelbſt geſandten Rettungsengel an.
Sie wurde ſein, und das Ja, das ſie vor dem Altar ausſprach, zerſprengte vollends die maͤchtigen Feſſeln, die das Laſter um ihn geſchlungen hatte; ſeine Seele war gerettet, aber mit tauſend Banden hielten die Verbuͤndeten ſeiner fruͤhern Suͤnden ſein aͤußeres Leben umſtrickt, und alle Verſuche, ſich von dieſen zu loͤſen, ſcheiterten an der boͤsartigen Ver⸗ ſtockung ihrer Hartherzigkeit. Wohin ſollte er ihnen entfliehen? wodurch ſich vor dem Verrath ſchuͤtzen, mit dem ſie drohten, und der nun auch ſein Weib, ſein angebetetes, heilig frommes Weib mit in ſeine Schande verwickeln mußte?
Yaminta liebte zu innig, zu wahr, um P. nach dieſem reuevollen Bekenntniſſe ſeiner Schuld zu ver⸗ ſtoßen; ſie erneuerte den Schwur, nie von ihm zu laſſen, ſo wenig im Tode als im Leben, und tren


