Teil eines Werkes 
9. Band (1830)
Entstehung
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Gewaͤhrung dieſer Bitte ganz meiner Entſcheidung; allein ich merke doch, daß ſie mit meiner abſchlägigen Antwort und den Gruͤnden, warum ich ſie gab Zeitaufwand und faſt unwiderſtehliche Reizung der in jedem weiblichen Herzen ſchlummernden Eitelkeit und Gefallſucht ſehr zufrieden ſind.

Es iſt mir aber in dieſen Tagen in einem Zirkel mir faſt ganz unbekannter Menſchen merkbar geworden, daß man Walden's Betragen gegen mich beachtet und mißdeutet. Vom erſten Augenblicke unſrer Bekanntſchaft an iſt es ihm zur Gewohnheit geworden, mich in Geſellſchaft zu Tiſche zu führen, und mein Nachbar zu bleiben. Im Anfang geſchah das aus Artigkeit, weil er mich, als Hausgenoſſin ſeiner Schweſter und allen andern Herren fremd, keiner Vernachläſſigung ausſetzen wollte, die die Ab⸗ hängigkeit meiner Lage, von der er weiß, wie wenig ſie zu meinen fruͤhern Ausſichten und Anſprüchen ſtimmt, doppelt druckend machen mußte.

Jetzt iſt es uns Beiden, als könne es gar nicht

mehr anders ſein, als verſtehe es ſich von ſelbſt, daß wir, täglich bei einander, auch in Geſellſchaft zu einander gehoren, und eben dieſe Gewohnheit des täglichen Umgangs macht es ihm unmerklich, was