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Frau iſt nichts als Gattin, als ſein Eigenthum und er ihr ſichtbar gewordenes Schickſal, und je beſſer ſie iſt, je wahrhaft weiblicher in ihrem Thun und Weſen, je weniger wird ſie noch irgend etwas Anderes ſein wollen und ſein koͤnnen. Warum ſind denn die Maͤnner ſo ſelten gerecht und großmuͤthig gegen uns? — Warum dieſe grauſame, ubermuͤthige, herriſche Nichtachtung unſers Werthes und unſter Herzen? Gott allein weiß um die vielen blutigen Thraͤnen, die ſo viel edle weibliche Weſen, nur von ihm geſehen, weinen, da unſte Pflicht uns beſichlt, vor der Welt gluͤcklich und zufrieden zu ſcheinen, wenn auch Gram und ſtummer Jammer unſer Herz brechen.
Trotz des truͤben Einfluſſes, den Boyſen's Sinn und Weſen auf Cäcilie äußerte, war doch ihre Ehe nicht ungluͤcklich zu nennen. Die Gewohnheit des Zuſammenlebens und die Gemeinſchaft des Intereſſes in der Ehe vermag uͤber das menſchliche Herz ſo viel, daß ſich in ihr, auch ohne alle ſympathetiſche Verwandtſchaft, ohne alle innere und tiefere Eins⸗ werdung zweier Herzen und zweier Leben, doch zwiſchen zwei nur nicht moraliſch ſchlechten Menſchen haͤufig


