Teil eines Werkes 
7. Band (1830)
Entstehung
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Rohheit und Haͤrte ſich auch ſonſt gute Männer gegen ihre Frauen zu uͤben erlauben. Wem iſt je ein Mann vorgekommen, der nicht durch die gnädige Erlaubniß, fuͤr ihn zu leben und ihn zu begluͤcken, in ſo weit ſich dies mit ſeinen andern Neigungen vertraͤgt, ſeine ganze Pflicht gegen die beſte Frau erfuͤllt zu haben glaubt? Welcher Mann hat je nach den Flitterwochen und in der unausbleiblichen Erkältung des ungeſtörten Beſitzes noch den Wunſch empfunden, fuͤr das Gluͤck und die Zufriedenheit ſeiner Gattin zu leben, wie ſie mit ihrem ganzen Herzen fuͤr ihn lebt? Unſte Cultur ſpottet des Wilden, der ſeine Frau wie ein zahmes Hausthier erkauft und behandelt; aber wahrlich, unſre Maͤnner ſind nur cultivirt, um uns mit deſto ſinnreicherer Grauſamkeit zu mißhandeln. Im Leben des Man⸗ nes iſt die Ehe nur die Ueberſchrift eines Capitels; bei uns Frauen der fortlauſende Inhalt des ganzen

Buches. Des Mannes Gluͤck iſt auf eine Ambe,

eine Terne, eine Quaterne geſetzt; Frauengluͤck nur auf einen einfachen Auszug. Der Mann iſt noch immer etwas Anderes als Gatte, er gehoͤrt immer in irgend einer Beziehung dem Staate an; aber die